Das schöne Dorf Malstedt liegt in der Gemeinde Deinstedt in der schönen Region Niedersachsen. Die Landschaft ist geprägt von Wäldern, Wiesen und Mooren, verschiedenen Seen und Flüssen. Der Fluss Bever fließt direkt durch das Dorf mit seinen 300 Einwohnern. Die Malstedter lieben ihre ländliche Idylle und haben sich deshalb in außerordentlicher Einigkeit entschlossen, eine Biogasanlage für ihre Wärme- und Stromversorgung zu installieren. Über 90% der Haushalte sind von diesem Projekt überzeugt, so dass schnell eine effiziente Netzlösung erreicht werden konnte.
Malstedt - ein Dorf - ein Nahwärmenetz
Zukunftssicherung der Gemeinde Malstedt
Ziele
Die Initiatoren - 4 örtliche Landwirte - wollten in ihrer Energieversorgung unabhängig sein und die Region mit der Vielzahl der lokalen Ressourcen unterstützen. Ein wichtiges Ziel war der Schutz der bestehenden Umwelt durch die Minimierung des Flächenbedarfs des Heizungsnetzes. Die drastische Senkung der Energiekosten brachte schnell viel Unterstützung für das Projekt.
Projektablauf
Die nachhaltige Energieversorgung durch lokale Biomasse würde 58 Gebäude, sowohl Wohnhäuser als auch Unternehmen, versorgen. Diese würden hauptsächlich aus Bioabfällen wie Mais, Gräsern und Dung für die lokale Energieversorgung bestehen. Dadurch wird der Bedarf an fossilen Brennstoffen bei minimalen Umweltauswirkungen ausgeschaltet. Um eine effiziente und zuverlässige Versorgung zu gewährleisten, wurden 3 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), 1 Lastkessel und 4 Kilometer vorgedämmte Flexalen-Rohre verlegt, um ein zukunftssicheres Netz zu gewährleisten. Um die Effizienz der Wärmeverteilung zu maximieren, entschied sich Malstedt für ein nachhaltig sicheres und zuverlässiges Flexalen-System aufgrund seiner korrosionsfreien, druckstabilen, temperatur- und feuchtigkeitsbeständigen Eigenschaften sowie seiner hohen und dauerhaften Energieleistung.
Ergebnisse
Das Hauptaugenmerk lag auf der Wärmeversorgung, die über 3 Heizkreise realisiert wird. Jeder von ihnen wird von einem BHKW gespeist. Übersteigt der KWK-Bedarf das Energieangebot, steht ein Lastkessel für das gesamte Netz zur Verfügung, um ganzjährig flächendeckende Wärme für alle angeschlossenen Haushalte und Unternehmen zu gewährleisten.
Die mittlerweile größte kreisweite Biogasanlage der Region befindet sich am Rande des Dorfes und wird regelmäßig von 15 örtlichen Landwirten versorgt. Für das Nahwärmenetz wurden insgesamt 4,2 km vorgedämmte Flexalen-Rohre verlegt. Dadurch konnten die Heizkosten um 30% gesenkt werden. Eine derart kurze Amortisationszeit wurde sowohl von den Versorgern als auch von den Nutzern positiv aufgenommen.
