1. Wählen Sie ein geräuscharmes HRV-Gerät
Jedes HRV-Gerät erzeugt Schrankgeräusche, aber der Ventilatortyp, das Gehäusematerial und die Regelstrategie können einen großen Unterschied ausmachen. Achten Sie bei der Auswahl des Geräts nicht nur auf den Luftstrom und die Steuerung, sondern vergleichen Sie die Schallleistungspegel bei realistischen Betriebspunkten und nicht nur bei maximaler Leistung.
Für Verordner und Berater verringert die Angabe eines Geräts mit nachgewiesenen niedrigen Schallpegeln gemäß den einschlägigen Normen die Notwendigkeit von Korrekturmaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt im Projekt. Für die Installateure schafft dies eine solide Grundlage für ein leises System, vorausgesetzt, die Kanäle und Anschlüsse werden korrekt geplant und installiert.
2. Dimensionierung von Kanälen für niedrige Luftgeschwindigkeiten
Hohe Luftgeschwindigkeiten in Kanälen erhöhen Turbulenzen, Vibrationen und damit die Geräuschentwicklung. Die richtige Dimensionierung hält die Luftgeschwindigkeit für den erforderlichen Volumenstrom so niedrig wie möglich, was gleichzeitig den Ventilatoraufwand und die Geräuschentwicklung reduziert.
Als Faustregel gilt: Verwenden Sie größere Kanaldurchmesser für die Hauptleitungen und vermeiden Sie unnötige Verengungen, die den Ventilator zu einer höheren Arbeitsleistung zwingen. Die Durchführung grundlegender Druckverlustberechnungen in der Entwurfsphase hilft den Planern, unterdimensionierte Kanäle und laute Systeme zu vermeiden.
3. Entwerfen Sie eine reibungslose Kanalführung
Rechtwinklige Biegungen, plötzliche Übergänge und komplexe Leitungsführungen erzeugen Luftwiderstand und Turbulenzen, die sich als Pfeifen oder Rumpeln in den Räumen bemerkbar machen. Ein gleichmäßiges Layout mit sanften Biegungen, begrenzten Abzweigungen und minimaler Länge zwischen Gerät und Anschlüssen reduziert Druckverlust und Geräusche.
Für Installateure und Bauunternehmer bedeutet eine sorgfältige Planung der Verlegung vor der Installation, dass sie nicht in letzter Minute “kreative” Lösungen finden, die die akustische Leistung beeinträchtigen. Bei Renovierungsprojekten bedeutet dies oft, mehr Zeit in die Vermessung des verfügbaren Raums zu investieren, um enge, laute Layouts zu vermeiden.
4. Isolierte Kanäle zur Lärmdämpfung verwenden
Kanäle transportieren nicht nur Luft, sondern übertragen auch Gehäuse- und Strömungsgeräusche von der HRV-Einheit in das gesamte Gebäude. Gut isolierte Kanäle sowohl auf der Zu- als auch auf der Abluftseite sorgen für Wärmedämmung und wirken außerdem als akustische Barriere, die die Abstrahlung des Gehäuses dämpft.
In der Praxis können richtig isolierte Kanäle den Schallpegel des Geräts um bis zu 20 dB(A) senken, je nach Systemdurchmesser und Konfiguration. Dies macht die Kanalisolierung zu einem äußerst wirksamen Hebel, um Komfortanforderungen zu erfüllen, ohne dass Schalldämpfer oder überdimensionierte Geräte überdimensioniert werden müssen.







